Besuch von Joachim Gauck

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Bundespräsident Joachim Gauck besucht Grab von Gudina Tumsa

Bundespräsident Gauck, Tsehay Tolassa und Thomas Haase am Grab Gudina Tumsas. Foto: Martin Gossens

Bundespräsident Joachim Gauck hat während seines Äthiopienbesuchs das Grab Gudina Tumsas, des früheren Generalsekretärs der Äthiopischen Evangelischen Kirche Mekane Yesus (EECMY), Partnerkiche des ELM, besucht.

Gauck gedachte gemeinsam mit der Witwe Gudina Tumsas, Tsehay Tolassa, und den beiden Töchtern Aster und Lensa, des als „äthiopischen Bonhoeffer“ bezeichneten und 1979 unter der damaligen Militärdiktatur ermordeten Kirchenführers. Dabei war dieses Zusammentreffen Gaucks mit der Familie Gudina Tumsas durch die Vermittlung von Thomas Haase, ELM-Mitarbeiter in Äthiopien, zustande gekommen.

Haase war auch in die Vorbereitung der kleinen Gedenkfeier am 18. März eingebunden. Diese sei für die Familie und alle Beteiligten sehr bewegend gewesen, so der vom ELM zur Mitarbeit in der EECMY entsandte deutsche Pastor. Neben der Familie waren auch der Präsident der Mekane-Yesus-Kirche, Rev. Dr. Wakseyoum Idosa, sowie weitere Repräsentanten der EECMY anwesend.

Pastor Gudina Tumsa
Generalsekretär 1966–1979

Insbesondere für die Familie Gudina Tumsas war diese Ehrung durch den Besuch Gaucks, der Gudina Tumsa als Märtyrer bezeichnete, der sich im Geiste Dietrich Bonhoeffers und Martin Luther Kings für die Menschenrechte eingesetzt habe, von großer Bedeutung. Sie galt einem Mann, der als Kirchenführer der sozialistischen Militärdiktatur des so genannten Derg widerstand und dafür mit seinem Leben bezahlen musste.

Für Thomas Haase veranschaulicht dieser Besuch des Bundespräsidenten am Grab Gudina Tumsas „unsere Kompetenz als ELM, verschiedene Menschen und Kulturen zusammenzubringen und dabei zu helfen, sich gegenseitig näherzukommen und zu verstehen“.

(Quelle: www.elm-mission.net)