Thomas Haase neuer Pastor für St. Petri Buxtehude

Thomas Haase soll – voraussichtlich ab März 2015 – neuer Pastor in der Ev.-luth. St.-Petri-Kirchengemeinde in Buxtehude werden. Die Landeskirche Hannovers hat ihn zum Nachfolger für die vakante Petri-Pfarrstelle ernannt. Der 38-jährige Pastor Thomas Haase, zurzeit Regionalrepräsentant des ELM für Äthiopien und Zentralafrika mit Sitz in Addis Abeba, “hat am Sonntagmorgen [7. Dezember] mit seiner Aufstellungspredigt überzeugt” (Buxtehuder Tageblatt). Sollten innerhalb einer Woche keine hinreichend begründeten Einwendungen gegen die Ernennung erhoben werden, wovon nicht auszugehen ist, wird Thomas Haase im Frühjahr seinen Dienst in Buxtehude antreten.

(Auf dem Bild: Thomas Haase mit seiner Frau Ayantu Mosisa Haase und seinen zwei Söhnen)

Begegnungsreise nach Äthiopien

Äthiopien schaut auf eine jahrtausende alte Geschichte zurück. In der Zeit vom 06. – 19. Oktober 2014 bietet die Sittensener Kirchengemeinde eine Begegnungsreise nach Äthiopien zu unserer Partnerkirche „Mekane Yesus“ an. Pastor Thomas Haase ist seit über 8 Jahren dort tätig und lebt mittlerweile in der Hauptstadt Addis Abeba.

Neben Addis Abeba sind Gimbi (Theologisches Seminar und Projekte), Aira (Hospital und Theologisches Seminar), Tschalia (Handwerkerausbildung), Ambo (Kindergarten-Projekt, Besuch der Gemeinde),das Naturreservat  „Wonchi Kratersee“ sowie die „Nagash Lodge“ in Wolisso geplante Ziele der 14-tägigen Begegnungsreise, die uns über 1.000 km durch den Westen des Landes und damit auch durch das Einsatzgebiet von Thomas Haase führen wird. Das Interesse an der Begegnung mit den Menschen vor Ort sowie eine stabile gesundheitliche Verfassung sind Voraussetzung für die Reise.

Pastor Thomas Haase (ELM Hermannsburg), Pastor Andreas Hannemann und Diakon Helmuth Haase werden die Reisegruppe begleiten. Auskunft und Anmeldung bis 31. Mai 2014 bei Helmuth Haase.

Downloads:

Missionsdirektor gewählt

Bild

Das Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) bekommt einen neuen Direktor. In seiner Sitzung am Mittwoch, 11.12.2013 hat der Missionsausschuss, das oberste Leitungsgremium des ELM, den 56-jährigen Michael Thiel einstimmig gewählt. Im
Missionsausschuss legen Delegierte der drei lutherischen Landeskirchen Hannovers,
Braunschweig und Schaumburg-Lippe gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der kirchlichen Partnerschaftsarbeit und Freundeskreise die Grundlagen der Arbeit des Missionswerkes fest.
csm_2013-12-11_Thiel_Passfoto_b46f2955f3[1]
Neuer Missionsdirektor Michael Thiel
Thiel, seit 2000 Superintendent des Kirchenkreises Gifhorn, hat Theologie in Bonn, Münster und Göttingen studiert. In Indien und Malawi sammelte er Erfahrungen in der internationalen kirchlichen Partnerschaftsarbeit. Zu seiner Wahl sagte der Theologe mit zusätzlichen Qualifikationen in Betriebswirtschaft, Konfliktmanagement und kirchlicher Öffentlichkeitsarbeit: „Ich freue mich über die Wahl. Die Aufgabe als Direktor des ELM ist eine spannende Herausforderung, der ich mich gerne stelle. Auf die vielen Mitarb
eitenden mit ihren Erfahrungen aus aller Welt und die Freundeskreise, die die Arbeit begleiten, bin ich gespannt. Ich erwarte durch die intensiven Kontakte mit den Partnerkirchen Impulse für das Handeln unserer Kirche in ökologischer, diakonischer und missionarischer Hinsicht. Für Gesprächsplattformen, die diesem Austausch dienen, will ich mich einsetzen.“
Der Hannoversche Landesbischof Ralf Meister, Vorsitzender des ELM-Missionsausschusses, äußerte seine Freude darüber, „dass wir jemanden in der Leitung gewinnen konnten, der in vielen kirchlichen Aufgaben sein klares geistliches Profil, seine Organisationsfähigkeit und seine integrierende, menschenfreundliche Personalführung gezeigt hat“.
Thiel tritt voraussichtlich im Frühsommer die Nachfolge von Martina Helmer-Pham Xuan an, die nach zehnjährigem Direktorat das ELM im September 2013 verließ. Das Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) ist Teil eines großen Netzwerkes, das im partnerschaftlichen Verbund mit 19 Kirchen in 17 außereuropäischen Ländern arbeitet. Es engagiert sich personell im Austausch von Theologen und Entwicklungsfachkräften zwischen evangelischen Kirchen in Europa, Afrika, Asien und Lateinamerika und unterstützt Projekte seiner Partner finanziell.
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -
Pressemitteilung vom 11.12.2013
ELM Hermannsburg – Partner in Mission  www.elm-mission.net
Informations- und Pressestelle: Klaus Hampe

Besuch von Joachim Gauck

Bild

Bundespräsident Joachim Gauck besucht Grab von Gudina Tumsa

Bundespräsident Gauck, Tsehay Tolassa und Thomas Haase am Grab Gudina Tumsas. Foto: Martin Gossens

Bundespräsident Joachim Gauck hat während seines Äthiopienbesuchs das Grab Gudina Tumsas, des früheren Generalsekretärs der Äthiopischen Evangelischen Kirche Mekane Yesus (EECMY), Partnerkiche des ELM, besucht.

Gauck gedachte gemeinsam mit der Witwe Gudina Tumsas, Tsehay Tolassa, und den beiden Töchtern Aster und Lensa, des als „äthiopischen Bonhoeffer“ bezeichneten und 1979 unter der damaligen Militärdiktatur ermordeten Kirchenführers. Dabei war dieses Zusammentreffen Gaucks mit der Familie Gudina Tumsas durch die Vermittlung von Thomas Haase, ELM-Mitarbeiter in Äthiopien, zustande gekommen.

Haase war auch in die Vorbereitung der kleinen Gedenkfeier am 18. März eingebunden. Diese sei für die Familie und alle Beteiligten sehr bewegend gewesen, so der vom ELM zur Mitarbeit in der EECMY entsandte deutsche Pastor. Neben der Familie waren auch der Präsident der Mekane-Yesus-Kirche, Rev. Dr. Wakseyoum Idosa, sowie weitere Repräsentanten der EECMY anwesend.

Pastor Gudina Tumsa
Generalsekretär 1966–1979

Insbesondere für die Familie Gudina Tumsas war diese Ehrung durch den Besuch Gaucks, der Gudina Tumsa als Märtyrer bezeichnete, der sich im Geiste Dietrich Bonhoeffers und Martin Luther Kings für die Menschenrechte eingesetzt habe, von großer Bedeutung. Sie galt einem Mann, der als Kirchenführer der sozialistischen Militärdiktatur des so genannten Derg widerstand und dafür mit seinem Leben bezahlen musste.

Für Thomas Haase veranschaulicht dieser Besuch des Bundespräsidenten am Grab Gudina Tumsas „unsere Kompetenz als ELM, verschiedene Menschen und Kulturen zusammenzubringen und dabei zu helfen, sich gegenseitig näherzukommen und zu verstehen“.

(Quelle: www.elm-mission.net)